Finanzielle Hilfen in der Corona-Pandemie

Der verschärfte Lockdown dauert an - für die Gastronomie und die Kulturbranche bereits seit Anfang November, der Einzelhandel ist seit Mitte Dezember von den Corona-bedingten Schließungsmaßnahmen betroffen. Für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, stellt die Bundesregierung unterschiedliche Unterstützungsmaßnahmen bereit.

Dazu gehö­ren neben einem erwei­­ter­­ten Zugang zum KfW-Sch­­nel­l­k­­re­­dit insb. die außer­or­­den­t­­li­che Wir­t­­schafts­­hilfe für Novem­ber und Dezem­ber sowie die Über­brü­ckungs­hilfe III, die den Betrof­­fe­­nen sch­­nell und ziel­­ge­rich­­tet drin­­gend nöt­­ige Liqui­­di­tät ver­­­schaf­­fen soll.

Die sog. Novem­ber­- und Dezem­ber­hil­fen rich­­ten sich an direkt von den tem­­­po­rä­­­ren Sch­­­lie­ßun­­­gen im Novem­ber betrof­­­fene Unter­­­neh­­­men, Betriebe, Sel­b­­­stän­­­dige, Ver­­­eine und Ein­rich­­­tun­­­gen, die auch noch im Dezem­ber wei­ter­hin gesch­los­sen blei­ben muss­ten. Eben­falls antrags­be­rech­tigt sind indi­­­rekt betrof­­­fene Unter­­­neh­­­men, die min­­des­­tens 80 % ihres Umsa­t­zes mit direkt von den Sch­­lie­ßun­­gen betrof­­fe­­nen Unter­­neh­­men erzie­­len. Die Zuschüsse belau­fen sich dabei grun­d­­sät­z­­lich auf 75 % des im Ver­g­leichs­mo­nat Novem­ber bzw. Dezem­ber 2019 erwir­t­­schaf­­te­­ten Umsa­t­zes und wer­den antei­lig für jeden Sch­lie­ßungs­tag in den Mona­ten Novem­ber und Dezem­ber bezahlt. Anträge auf Novem­ber- und Dezem­ber­hilfe kön­nen bis 30.4.2021 über die Platt­form Über­brü­ckungs­hilfe ges­tellt wer­den, wobei die Anträge grund­sätz­lich über einen Steu­er­be­ra­ter oder Wirt­schafts­prü­fer als prü­fen­den Drit­ten ein­zu­rei­chen sind. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Novem­ber- und Dezem­ber­hilfe fin­den Sie hier.

Für Unter­neh­men, die die Vor­aus­set­zun­gen für die Novem­ber- oder Dezem­ber­hilfe nicht erfül­len, steht als wei­te­res Unter­stüt­zung­s­pro­gramm die Über­brü­ckungs­hilfe III zur Ver­fü­gung. Sie kann von Unter­neh­men mit einem Jah­re­s­um­satz bis zu 750 Mio. Euro in Deut­sch­land genutzt wer­den, die Umsatz­ein­bu­ßen von 30 % im Ver­g­leich zum Refe­renz­mo­nat im Jahr 2019 zu ver­zeich­nen haben. Für Unter­neh­men des Ein­zel­han­dels, der Ver­an­stal­tungs- und Kul­tur­bran­che, der Hotel­le­rie, der Gas­tro­no­mie und der Pyro­tech­nik­bran­che sowie für Unter­neh­men des Großhan­dels und der Rei­se­bran­che, die von Sch­lie­ßung­s­an­ord­nun­gen auf Grund­lage eines Bund-Län­der-Beschlus­ses betrof­fen sind, ent­fällt die 750 Mio. Euro-Umsatz­g­renze. Wurde bereits Novem­ber- oder Dezem­ber­hilfe bean­tragt, besteht keine Antrags­be­rech­ti­gung für die Über­brü­ckungs­hilfe III. Die Über­brü­ckungs­hilfe III ist als Fix­kos­ten­zu­schuss gestal­tet und ori­en­tiert sich an der Höhe des Umsatz­ein­bru­ches, wobei pro Monat maxi­mal 1,5 Mio. Euro gewährt wer­den sol­len. Für Ver­bund­un­ter­neh­men beträgt der monat­li­che Höchst­be­trag 3 Mio. Euro. Außer­dem sind bei allen För­der­pro­gram­men stets die Höchst­g­ren­zen der EU-Bei­hil­fe­re­geln zu beach­ten. Wei­tere Details zur Über­brü­ckungs­hilfe III fin­den Sie hier.

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