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Verbesserte Bedingungen für KfW-Schnellkredit

Zu Beginn der Corona-Krise berichtete mittelständische Unternehmen in vielen Fällen über Probleme, von ihren Hausbanken Kreditzusagen für die KfW-Corona-Hilfen (KfW-Unternehmerkredite oder ERP-Gründerkredite - Universell) zu bekommen. Die Bundesregierung reagierte darauf bereits im April 2020 mit der Einführung von KfW-Schnellkrediten, bei welchen der Bund das Ausfallrisiko vollständig übernimmt.

Am 6.4.2020 wurde für kleine und mit­­­tel­­stän­­di­­sche Unter­­neh­­men mit mehr als zehn Mit­­ar­bei­­tern die Mög­­li­ch­keit geschaf­­fen, KfW-Sch­­nel­l­k­­re­­dite für Anschaf­­fun­­gen und lau­­fende Kos­­ten zu bean­tra­­gen. Die Beson­­der­heit ist, dass die KfW diese Kre­­dite mit einer Garan­­tie des Bun­­des von 100 % absi­chert. Mit den KfW-Sch­­nel­l­k­­re­­di­­ten hat die Bun­­des­­re­­gie­rung auf For­­de­run­­gen ver­­­schie­­de­­ner Unter­­neh­­men­s­ver­­bände rea­­giert. Die Haus­­ban­ken waren wegen nega­­ti­ver Zukunfts­­aus­­si­ch­­ten und damit ein­her­­ge­hen­­der feh­­len­­der Kre­­dit­wür­­di­g­keit der antra­g­s­­tel­­len­­den Unter­­neh­­men teil­weise nicht zur Über­­nahme des bis­lang ver­­b­­lei­ben­­den Risi­­kos von 10 % bereit gewe­­sen und hat­­ten Kre­­dit­zu­­­sa­­gen für die bereits lau­­fen­­den KfW-Corona-Hil­­fen ver­­­sagt. Mit der vol­l­­stän­­di­­gen Risi­­ko­­über­­nahme durch den Bund soll die­­ses Pro­­b­­lem beho­­ben wer­­den.

Im Rah­men der Maß­nah­men anläss­lich des Teil-Lock­downs im Novem­ber 2020 wur­den die Kre­dit­be­din­gun­gen für die Inan­spruch­nahme des Kfz-Sch­nell­k­re­dits noch­mals ver­bes­sert. Nun kön­nen auch Unter­neh­men bis 10 Beschäf­tigte die Liqui­di­täts­hilfe nut­zen. Kon­k­ret sind pro Unter­neh­mens­gruppe fol­gende Kre­dit­höchst­be­träge in Abhän­gig­keit der Beschä­fig­ten­zah­len beim antrag­s­tel­len­den Unter­neh­men mög­lich:

  • bis 10 Beschäf­tigte: 300.000 Euro
  • mehr als 10  bis 50 Beschäf­­ti­g­­ten: 500.000 Euro 
  • mehr als 50 Beschäf­tigte: 800.000 Euro.

Der Kre­­dit­be­­trag ist gede­­ckelt auf 25 % des Jah­re­s­um­sat­zes 2019 und wird nur Unter­­neh­­men gewährt, die bereits min­­des­­tens seit Januar 2019 am Markt sind und zuletzt Gewinne erwir­t­­schaf­­tet haben (ent­­we­­der im Jahr 2019 oder im Durch­­­schnitt der ver­­­gan­­ge­­nen drei Jahre). Der Zin­s­­satz für die Sch­­nel­l­k­­re­­dite beläuft sich aktu­ell auf 3 %, die Lauf­zeit der Sch­­nel­l­k­­re­­dite beträgt zehn Jahre. Wegen der vol­l­­stän­­di­­gen Risi­­ko­­über­­nahme durch die KfW ent­­­fällt eine Risi­­ko­prü­­fung sei­­tens der Haus­­bank.

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