Behandlung des Kurzarbeitergeldes bei Ermittlung der erbschaftsteuerlichen Lohnsumme

Zur Prüfung der erbschaftsteuerlichen Lohnsummenregelung kann bei inländischen Gewerbebetrieben der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Lohn- und Gehaltsaufwand herangezogen werden (R E 13a.5 ErbStR). Eine Kürzung um ein ausgezahltes Kurzarbeitergeld ist laut Finanzverwaltung nicht erforderlich.

Bei der Über­prü­fung der Min­dest­lohn­summe inn­er­halb der Lohn­sum­men­frist ist keine Kür­zung der nach § 13a Abs. 3 Satz 6 bis 13 ErbStG her­an­zu­zie­hen­den Lohn­summe um gewinn­wirk­sam gebuch­tes Kurz­ar­bei­ter­geld vor­zu­neh­men (gleich lau­tende Erlasse der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 14.10.2020, DStR 2020, S. 2732). Wurde das Kurz­ar­bei­ter­geld weder als Auf­wand noch als Ertrag, son­dern bilan­zi­ell neu­tral als durchlau­fen­der Pos­ten erfasst, ist es bei ent­sp­re­chen­der Nach­wei­ser­brin­gung zusätz­lich zu dem gebuch­ten Lohn- und Gehalts­auf­wand zu berück­sich­ti­gen.

Hin­weis: Ent­sp­re­chend ist laut Finanz­ver­wal­tung auch bei der Bestim­mung der Aus­gangs­lohn­summe nach § 13a Abs. 3 Satz 2 ErbStG vor­zu­ge­hen.

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